|
Für mein neues Projekt webcorner und noch mehr für eine professionelle Webseitenerstellung für zahlende Kunden war ich auf der Suche nach einem leistungsfähigeren Programm, als es der Publisher für diesen Zweck sein kann. Nahezu zwangsläufig blieb ich bei FrontPage 97 hängen, dem meiner Meinung nach derzeit besten Werkzeug dieser Art. Frontpage 98 beta2 konnte ich auch schon testen, das sieht alles sehr vielversprechend aus. Hier nun einige Tips, wie der Publisher-Nutzer den Umstieg angehen kann.
Zunächst muß man sich (leider) von der "WYSIWYG"-Darstellung des Publisher-Editiermodus verabschieden. Der Frontpage-Editor zeigt nur annähernd die endgültige Anordnung der Seitenbausteine. Es empfiehlt sich, öfters auf die Vorschau umzuschalten. Aber von der grundlegenden Bedienung von FrontPage soll hier nicht die Rede sein, das hat man mehr oder weniger schnell im Griff. Empfehlenswert sind jedenfalls ein paar HTML-Grundlagen, dann kann man leichter überblicken, was man tut.
Für einfache Webseiten würde ich auf jeden Fall die Neuerstellung der Seiten wählen, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme der Windows-Zwischenablage für den Transport von Texten von Publisher nach FrontPage. Umfangreichere Websites lassen sich in Frontpage importieren und dort übrigens auch leicht verwalten und im Web publizieren.
Vor dem Import habe ich bei meinen Seiten im Quelltext zunächst alles gnadenlos entfernt, was nach Tabelle aussah, also alle <table>, </table>, <td>, </td>, <tr> und </tr>-Tags. Wenn dies nicht gemacht wird, werden die ganzen Tabellenfehler des Publisher mitimportiert, und ein Auseinandersortieren der Tabellen in FrontPage ist aufwendiger als das vorherige Entfernen und - soweit überhaupt notwendig - Neueinfügen von einzelnen Tabellen in FrontPage.
Auf diese Weise habe ich die Seiten "Grafiken mit transparentem Hintergrund", "Fotos - GIFs oder JPGs" und alle Award-Seiten des Publisher-Treffpunkt bereinigt. Hier hatte ich immer noch Fehler, die bei der Betrachtung mit Netscape 3.0 die Zentrierung der Seiten verhindert haben. Wie man sieht, hat's mit wenig Aufwand ordentlich geklappt. Normalerweise sollte ich jetzt noch weiter an den Seiten feilen, z.B. die große Tabelle auf mehrere kleinere aufteilen, um das Ladeverhalten der Seite zu verbessern. Bei der Neuerstellung von Seiten sollte man jedenfalls auf solche Dinge achten.
Ein paar Kleinigkeiten sind mir in FrontPage natürlich auch schon aufgefallen, z.B. wird die vor dem Import im Quelltext vorhandene Umlautmasquierung (z.B. ü = ü,) von FrontPage über den Haufen geworfen. Aber das gibt wenigstens im Browser keine Fehlermeldung. Außerdem muß man manchmal im Quelltext etwas nachhelfen, wenn z.B. eine horizontale Linie direkt unter eine Textzeile gesetzt werden soll. Vielleicht sind ja in Frontpage 98 diese Schönheitsfehler beseitigt. Einen "Gerhards FrontPage-Treffpunkt" fange ich deswegen jedenfalls nicht an ...
So, das dürfte nun wohl die letzte Publisher-Webseite meiner "Webdesigner-Karriere" gewesen sein. Mit FrontPage läßt sich recht ordentlich und professionell arbeiten, und die während meiner Publisher-Zeit erworbenen HTML-Kenntnisse sind mir auch hierbei außerordentlich von Nutzen. Ich kann daher jedem fortgeschrittenen Webseitenbastler nur raten, FrontPage einmal auszuprobieren. Was sich damit anstellen läßt, sieht man auf den Webseiten meiner Firma Mayer Kältetechnik GmbH, die ich derzeit komplett neu gestalte. Ganz "out" ist der Publisher 97 bei mir allerdings nicht, da die Erstellung von Drucksachen aller Art - sicher auch der bevorzugte Einsatz des Publisher - nach wie vor bestens klappt!
Viele Grüße an alle Publisher- und Frontpage-User!
Ihr
|
|